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Die Idee zum "unendlichen" Liebesroman entstand aus einer Kaffeekränzchenlaune heraus. Wir wollten testen, was dabei herauskommt, wenn wir Frauen, die längst die "40" überschritten haben, über die Liebe schreiben. Aus diesem Grund sind der Inhalt dieser Erzählung und die Namen und Personen wirklich frei erfunden. Jedliche Ähnlichkeit mit lebenden oder verstorbenen Personen ist rein zufällig. Die genannten Marken - bzw. Firmennamen und Ähnlichkeiten mit Tatsachen sind unserer Phantasie entsprungen. Alles was wir hier schreiben, ist Klamauk und für Leute mit Humor. Ein Bezug von beschriebenen Situationen zur realen Welt ist rein zufällig, nie intendiert und unterliegt der Täuschung des Lesers. Wer hier ernsthafte Lyrik erwartet. muss nicht weiterlesen. Wer Humor liebt, kann sich überraschen lassen und darf ebenso frisch fröhlich an unserem Roman mitschreiben!!! |
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…Jessica, einfach Jessica! Einmal mit Wolle Jessica singen…sein großer Traum!!!
Jessica oder Consuela? John war ganz durcheinander. Er verließ ungesehen den Dorfkrug und machte sich von hinten an den Mercedes ran. In gebückter Haltung schlich er an den zentnerschweren Leibwächtern vorbei und hielt Wolle an den mit Freundschaftsbändern eingebunden Unterarmen fest. „Hören Sie, ich bin in all ihren Liedern textsicher, ich kann Hölle, Hölle, Hölle steppen, bin das gesammte Ruhrgebiet in einer Person und war auch immer im Sommer in der Stadt….sing mit mir ein Duett!!! Noch ehe der Schlagerbarde antworten konnte, hörte man laut und schrill eine Stimme, die die Blätter der alten Linde vorm Dorfkrug zittern liesen. „Verräter, Verräter“ schrie… |
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| „Verloren, wir alle sind verloren. Sie stürmte zur Bar und kippte sich erst einmal einen Whisky hinter die Binde, das ölt die Stimme und Stimmung, doch mit der Stimmung schien es bei Consuela vorbei zu sein. Weißt Du, keuchte sie, wer gerade an mir vorbeisolziert ist. Das war Wolle Petry, so war ich hier stehe. Jetzt, wo sein Absenker das Mikro übernommen hat, will er wohl hier nochmal einen Pokal abräumen. Wir müssen etwas unternehmen und zwar bevor er seine Nikotin- und Branntwein geschwängerte Stimme ins Mikro haucht. John, laß Dir was einfallen, ich versucher derweil ihn mit meinen Charisma oder auch Spitzen-BH abzulenken. John wurde abwechseln blass und rot. Was keiner ahnte war, daß John schon seit seiner frühesten Kindheit Wolle Petry Fan ist und nun... Seine Gedanken kreisten, was es möglich, daß er und Wolle ein Duett.... Hölle, Hölle, Hölle aber auch!!! Aus der Ferne hörte er Consuelas schrille Stimme, doch er träumte von... |
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... bäumte sich noch mal so richtig vorm Spiegel des Grauens auf. Guiseppe suchte vergebens nach seinem Waschbrettbauch. Aber davon war schon lange nichts mehr übrig. Er streichelte seinen Bauchnabel, lief hinauf ins Schlafzimmer und brach in Tränen aus. Gunilla warf inzwischen Hauptwachtmeister Frühauf zum Haupteingang hinaus, da dieser den selbstgebrannten Kirchlikör von Gunilla verschmähte. "Was ist das nur für eine Gesellschaft?" fragt sich Gunilla und schlich zu ihrem Guiseppe, um ihn eindringlich zu trösten. "Ach Du armer Ehemann!" sprach sie leise, bevor sie ziemlich laut einschlief.
Im "Dorfkrug" steht unterdessen die Bühne für die Karaoke-Schow, die Lampions sind aufgehängt und die Musikanlage auf 100 Watt gestimmt. Es waren nur noch knappe 2 Stunden bis zum Wettbewerb und die Dorfbewohner schlossen hohe Wetten ab. Consuela, Babette, Brigitte oder Pamela ... wer wird gewinnen? John hat alles gut im Griff. Er wird mit seiner Pamela nun doch ein Ständchen aus der lustigen Witwe präsentieren. Consuela hat sich im Bienenkostüm versteckt und Babette hat nach dem letzten Restaurantbesuch beim Griechen auf den enzianblauen Bikini verzichtet. Brigitte singt mit dem Gänseblümchen aus dem Garten, mit dem sich sich angefreundet hat und was sich durchaus seriös auf die Jury auswirken könnte. Vorm "Dorfkrug" brutzeln schon die Bratwürste auf dem Rost und die Bierhähne sind geölt. Die Moderation des Abends übernimmt der blasse Bertram, der eigentlich für die Soljanka verantwortlich war. Nun steht dem Wettbewerb nichts mehr im Weg, als plötzlich ein mausgrauer Mercedes mit warnender Warnblinkanlage vorm Dorfkrug hält. Was hatte das zu bedeuten? Consuela bekam schlottrige Knie, als sie die fremde Person in Lack und Leder an ihr vorbeilaufen sah. Consuela rannte zu John, erklärte ihm die neue Situation und flehte ihn mit den Worten an: ... |
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...merkte, daß er seine Umwelt nur noch leicht benebelt erkennen konnte. Herschte in der Küche alkoholgeschwängerter Nebel oder mußte er einen Termin bei Fielmann machen. Er rauschte zum goldenen Spiegel, welcher gleich in der Eingangshalle hing und keuchte vor Entsetzen auf. Wo waren Sie, die enzianblauen Augen, welche jede Frau zum Schmelzen brachten. Stattdessen hatte er zwei Klubschkullern im Gesicht, welchen jeden Frosch zum Quaken gebracht hätten. Doch damit nicht genug, kleine violette Punkte, willkürlich um die Nasenspitze verteilt. Dazwischen Spuren des nächtlichen Ausflugs. Sollte das vielleicht alles nur ein Alptraum...doch nein, schon kam Gunilla aus der Küche getänzelt, im Schlepptau Wachtelmeister Frühauf. He, flötete Sie, sie treiben sich ja immer noch hier rum. Warte nur, bis ich meinen Wchtelmeister beglückt habe, dann sage ich Guiseppe Bescheid und der macht sie 2 Köpfe kleiner. Da vergaß Guiseppe seine gute Kinderstube und stürmte mit Kriegsgeheul auf die zwei Ehebrecher zu. Das dabei das Feigenblatt verlustig ging, bemerkte Guiseppe in seiner Rage nicht. Als er aufs Ganze gehen wollte und Wachtelmeister schon am Bart gepackt hatte, schrie Gunilla lauthals los. Nein, sowas von unmöglich. Ein Wunder, ein Miracle, sie müssen zur Verwandtschaft gehören, sie tragen ja die gleiche Größe wie mein Mann. Sind sie der velorengeglaubte Bruder, der Cousin, der verschollene Neffe. Ich hätte nie gedacht, daß es gleich zwei dieser Sorte. Nein, da muß ich doch gleich mal genauer unter die Lupe nehmen, und damit rauschte sie kichernd davon.
Jetzt hielt Guiseppe nichts mehr, er spannte seine Muskeln und.... |
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„Was passiert denn hier? Während ich Kriminalfälle kläre, Maulwürfe erlege und vor der Küchenfrau flüchte, macht der Herr Hauptwachtmeister mit meiner Frau rum! Das halt ich ja nicht aus!“ Er holt mit dem Holzquirl aus und haut dem fummelnden Trachtenträger voll auf die Omme.
Dieser dreht die Augen, haucht noch einmal „Gunillaaaa“ und fällt dann ohnmächtig, mit einem glückseligen Lächeln, zu Boden. Gunilla start Guiseppe an. „Wer sind sie denn und warum haben sie eigentlich nichts an? Wenn sie unser Badezimmer suchen, dann hängen sie sich bitte den Topflappen um und gehen sie in den oberen Stock, dritte Tür links!“ „Gunilla???“ fragt der Graf. „Gunilla, ich bin’s….Guiseppe!“ Gunilla fing an zu kichern: „Ist ja lustig, Sie heißen genau wie mein Mann. Gut das sie es sind und nicht er, der mich hier in Flagranti erwischt hat.“ Der Graf riss die Augen weit auf und… |
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… über drei Maulwürfe stolperte, die gerade versuchten, die neue Eukalyptushecke auszubuddeln. „Oh ha, was ist das?“ fragte sich Guiseppe und schmiss sein Handtuch über die drei Pflanzendiebe. Die Viecher verhedderten sich so im flauschigen Frottee, dass sie ohnmächtig zu Boden fielen. „Mein Luxus-Deo hat gewirkt“ prahlte der Graf und schlenderte wie Adam durchs Unterholz. Er hörte eine zarte Stimme hinterm Rhododendron, die da sang: „Lieb mich, Guiseppe, du mein Schatz mit deiner ganzen Manneskraft. Liebe mich, so oft es geht bis der Mond am Himmel steht!“ Der Graf blinzelte durch die Äste und sah Brigitte mit einem Gänseblümchen turteln. „Nee“ dachte sich der Graf „wenn mich Brigitte hier so sieht, dann bin ich fällig. Ich muss hier weg.“ Er brach sich ein Palmenblatt ab, schmückte seinen nackten Bauch damit und rannte unbemerkt bis zur Hintertür der Schlossküche. Als er die Tür öffnete, kam ihm ein Duft von Marzipanstollen entgegen. Und er hörte zwei Zungen
aufeinander schnalzen. Der Graf war entsetzt, als er die Mütze von Hauptwachtmeister Frühauf im Kartoffeltopf schwimmen sah. Und das Leinenkleid, was gerade in die Bratensoße flutschte, kannte er auch. Guiseppe verlor die Fassung, nahm einen großen Holzquirl aus der Wandhalterung, sprang auf den Herd und rief: … |
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„Genug der Vorstellung. Erst holt mich ihre Frau ins Haus und erzählt mir von Mord Vergiftung und keine Tode ist zu sehen. Quasi eine Miss Marple Geschichte! Und nun kommen sie mir wie ein Waldgeist, der auf dem Weg zur Kleidersammlung ist entgegen. Das geht ja nun gar nicht! Erregung öffentlichen Ärgernisses nennt man das in der Rechtssprechung und so nenn ich es auch. Melden sie sich morgen um zehn Uhr auf dem Revier und bringen sie die angebliche Leiche am besten gleich mit. Das wäre gut für den Bericht. Ich empfehle mich!“ Er ging. Nach drei schritten aber drehte er sich noch einmal um und sagte: „Ziehen sie sich etwas an, sie holen sich ja den Tod!“
Der Graf rief ihm nach: „Morgen um zehn Uhr geht es leider nicht, da muss ich zur Anprobe. Geht es auch gegen zwölf?“ Hauptwachmeister Frühauf reagierte nicht mehr. Und nun? dachte der Graf. Wo ist nun die monströse Gestalt? Was hatte sie mit Brigitte vor? Er schlich weiter durch den Park, als er plötzlich… |
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| und er wie Adam im Garten posieren muss. Der Wind pfiff ihm ständig das große Blatt vom Kopf und er hatte hektisch zu tun, die Spuren der stämmigen Trägerin mit Brigitte unterm Arm weiter zu verfolgen. Die große Frau schleppte Brigitte in den erst frisch angelegten Irrgarten, den Guiseppe auf Wunsch von Gunilla mit Pfefferminzlikörtraubenstöckchen bestückte. Er lief unkontrolliert durch die dunklen Reihen, als plötzlich eine Kokosnuss vom Himmel fiel, ein lautes \"Autsch\" durch die Blätter säuselte und der Boden mächtig vibrierte. Der Graf dachte: \"Nun isse erledigt, die Grand Dame in der Leinenmode. Das hat se nun davon!\" Beruhigt schlendert der Graf zum Ausgang des irren Gartens zurück und stolpert geradewegs unüberlegt über die Füße vom neugierigen Hauptwachtmeister Frühauf, der den Grafen entsetzt beschaut. \"Was machen sie denn hier, Herr Oberförster in Spe? Wollen sie schon wieder in fremden Gärten rumschnüffeln?\" Der Hauptwachtmeister zuckte die Gelbe Karte, schrieb dem Grafen eine Verwarnung aus und gab zu verstehen: ... |
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„Wir haben hier im Schloss feinstes Silber, wertvolles Geschmeide, teure Perserteppiche, Designermode in Hülle und Fülle, Familienschmuck, den der Hofschmied vor hunderten von Jahren handgehämmert hat, wer bitte sollte da Brigitte klauen? Entweder hat sie wieder getrunken oder die ersten Anzeichen von Schizophrenie, die in Gunillas Familie in den Genen lag, machen sich nun bemerkbar!“
Der Graf, immer noch verkleidet, wie der König von Mallorca, ging durch den Garten. Plötzlich hörte er ein Schleifen über den Kiesweg. Was war das denn? Da sah er sie! Die große Frau im Leinenkleid, die an einen überdimensionalen Kartoffelsack erinnerte. Was schleppte sie so schwer? BRIGITTE!!! Ihm stockte das Blut in den Adern. Leise verfolgte er sie. Er bewaffnete sich mit einem Pflanzholz, das er wie eine 9mm Magnum hielt. Ein Rhabarberblatt auf den Kopf und seine Tarnung war perfekt. Wenn nun nur das Handtuch nicht rutschte… |
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| "Herr Hauptwachtmeister, kommen sie schnell. Unsere Küchenfee Brigitte hat nen Fliegenpilz verschluckt. Keine Ahnung, wie dieser Pilz in die leckere Champignonpfanne gekommen ist. Ich kann ihnen nur schon mal soviel sagen, dass ich nicht im Wald war. Ich war es nicht!" Während Gunilla noch aufgeregt telefoniert und dem Hauptwachtmeister ihren neuen Schlehenlikör in Worte fasst, geht die Küchentür auf und eine muskulöse Frau in einem ockerfarbenen Leinenkleid und einem geblümten Kopftuch schnappt sich Brigitte, wirft sie sich über die Schulter und trägt sie aus dem Schloss. Gunilla sah nur noch einen Schatten die große Wendeltreppe zum Park hinunter schleichen. Consuela beobachtete das Treiben vor der Tür, dachte aber: „Typisch Helloween, da kommen die Menschen auf die witzigsten Ideen!“ Gunilla aber lies vor Schreck den Telefonhörer fallen und sagt: "Jetzt schlägt's aber Dreizehn! Wer klaut hier unsere Küchenfrau?" Das hörte der Graf, der gerade nur von einem weißen Frotteehandtuch umhüllt auf dem Weg zum Swimmingpool war und er antwortete: |