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Die Idee zum "unendlichen" Liebesroman entstand aus einer Kaffeekränzchenlaune heraus. Wir wollten testen, was dabei herauskommt, wenn wir Frauen, die längst die "40" überschritten haben, über die Liebe schreiben. Aus diesem Grund sind der Inhalt dieser Erzählung und die Namen und Personen wirklich frei erfunden. Jedliche Ähnlichkeit mit lebenden oder verstorbenen Personen ist rein zufällig. Die genannten Marken - bzw. Firmennamen und Ähnlichkeiten mit Tatsachen sind unserer Phantasie entsprungen. Alles was wir hier schreiben, ist Klamauk und für Leute mit Humor. Ein Bezug von beschriebenen Situationen zur realen Welt ist rein zufällig, nie intendiert und unterliegt der Täuschung des Lesers. Wer hier ernsthafte Lyrik erwartet. muss nicht weiterlesen. Wer Humor liebt, kann sich überraschen lassen und darf ebenso frisch fröhlich an unserem Roman mitschreiben!!! |
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…du ein vierteljähriges Praktikum in der Eiersortierung absolvierst und mir ein erstklassiges Zeugnis vorlegen kannst! Was nützt mir eine Frau von Welt, die von Eiern gar nichts hält, die nur immer dann und wann, ein Ei in die Pfanne hauen kann.“
Consuela starrte abwechselnd auf den Hörer und dann auf ihre pinklackierten Fingernägel. Eier sortieren? So hatte sie sich ihr Leben an Loisl Seite nicht vorgestellt. Sie träumte von Geld, Hühnchen vom Grill, Gartenpartys und standesgemäßen Empfängen und ab und zu mal an einem Eierlikör nippend. Nö, nö, nö Loisl…so nicht! Sie schrie den ihn an:“Schick mir sofort den Hongard, ich hätte dir ne wichtige SMS zu schreiben! Und jetzt flott, bevor meine erste Wut in Rauch aufgeht!“ Sie knallte den Hörer auf die Gabel, riss das von Brigitte versaubeutelte Brautkleid in Fetzen und machte sich ran, im Branchenbuch nach einem geeigneten Kloster zu suchen. Da kam ihr plötzlich der rettende Einfall… |
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| … der gackert gemütlich ums Suppenfass!“ Babette war schockiert, wie sie Consuela so reden hörte und fügte kühl hinzu: „Und das alte Brautkleid, welches Du gerade aus dem Schrank kramst, hatte neulich Brigitte zum Dosenbierweitwurf in der Dorfschänke an! Ich habe sie in diesem Kleid rumhüpfen sehen. Dazu trug sie einen blauen Schleier mit einem aus Plaste gebastelten Hubschrauberpropeller oben drauf. So, meine liebe Consuela, sieht nämlich die Wahrheit aus!“ Babette beendete dieses nun doch noch ernsthaft gewordene Gespräch und Consuela stand, wie immer in so einer Situation, starr vor ihrem goldenen Spiegel. Sie schaute zerknautscht hin und her, als das Handy ein zweites Mal klingelte. Ihr Klingelton, ein Lied von der ewigen Liebe, war so betörend und sie drückte auf die Hörertaste: „Ja bitte, hier die Consuela“. „Jepp“ sprach der Mann am anderen Ende „ich bin der Loisl Liebmichgans, man nennt mich auch den Flötenfranz. Der Hongard sitzt grad neben mir und trinkt mit mir ein Fläschchen Bier. Hossa! Ich habe gehört, Du willst mich heiraten, yeppie. Du, mein Froilein, bekommst mich aber nur zum Manne, wenn … |
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| …seine Hühnersuppe aus Bodenhaltung mit Stangenhühnern versetzt und mit geimpften und gepimpten Sellerie verfeinert. Ich weiß das genau, denn meine Stiefmutter hat eine Sellerieallergie und reagiert auf Hühnerfedern mit einem Ausschlag. Und weißt du was? Den Ausschlag hat mein Vater abbekommen und der hat nun ein dickes Auge.“ „Was interessiert mich denn das dicke Auge deines Vaters? Mein Lebensglück hängt vom Loisl ab!“ schrie Consuela ins Telefon. Sie ging zum Kleiderschrank, öffnete ihn und nahm ein Brautkleid vom Bügel. 15 Jahre hing es nun dort und es sollte endlich zum Einsatz kommen. Consuela wollte einen Mann, koste es was es wolle! Sie hatte schon ein bisschen Angst, dass die Küchenfee Brigitte vor ihr heiraten würde. Der Loisl will mich, dachte sie bei sich und ich hab auch schon ne Idee, wie ich ihm einen Antrag mache. Was Großes, Auffälliges muss es sein. Im Internet suchte sie zielsicher nach dem Liebes-Caravan und einem Hühnerkostüm. Sie sang leise vor sich hin: „Wer Chicken hat, wer Chicken hat … |
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| „Hopp hopp, Hongard … such mir den Loisl, damit ich wieder glücklich werde!“ Das lies sich Hongard nicht zweimal sagen und zwitscherte die Feuerleiter hinunter. Noch eh Consuela rufen konnte: „Hongard, ich habe aber noch 137 Zeichen frei!“ war Hongard schon durch die lichte Waldschneise gesaust. Das Telefon klingelt. „Ja bitte, Babette?“ Babette fing an zu schnattern: „Consuela, der neue Conferencier vom Comer See spielt morgen ein Concerto grosso und malt eine Collage mit Cognac. Interessiert Dich das?“ Consuela benahm sich benommen: „Nöö Babette, auf keinen Fall! Die Babuschen aus Babylonien hängen beim Bäcker Brotkrum backbord in Balance! Das finde ich viel schöner!“ Darauf Babette: „Consuela, ich habe eben Flitzpiepe Hongard durchs Dorf rasen sehen. Gibt es dafür einen Anlass?“ „Ja, Babette, er sucht nach dem Loisl, dem Mann meiner Träume und überbringt ihm 80 Buchstaben!“ „Nich wahr … Du meinst den Loisl Liebmichgans … der Loisl mit der neu eröffneten Hühnersuppenbar am südlichen Dorfausgang? Nein, Consuela, da setzt Du auf den falschen Hahn. Ich kann Dich nur warnen. Denn der Loisl hat gerade erst gestern Mittag wieder Schlagzeilen von sich gemacht! Der hat doch tatsächlich ... |
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„Ist es denn wahr, darf ich es sagen? Für mich interessiert sich Medizinmann Hagen?“
Hongard war wortlos, auf Gegenfragen hatte er doch gar keine Antwort. Consuela kramte in der Tasche ihres Sommerkleides und warf im die 17 Cent zu, die er für das Überbringen der Botschaft bekam. Dann tippte sie ihm Hagens Nummer auf die Stirn und meinte: „Lieber Hagen, ich will dir sagen, ich hätte gern ein Treffen, doch lieber mit deinem Neffen!“ Hagens Neffe war der sportliche Loisl, der den letzten Gummistiefelweitwurf beim Dorffest gewonnen hatte und eine Siegprämie in Form einer kleinen Hühnerzucht mit nach Hause nehmen konnte. Consuela Blick wurde ganz verklärt, wenn sie an Loisl dachte. Das war ihre nun allerletzte Chance hier doch noch rauszukommen und mit einer Ich-AG in die Selbstständigkeit zu entfliehen. Eier, mundgeblasen und mit einer Feder bemalt, konnten zur nächsten Kirchweih, so um Ostern herum, der Renner werden. Hagen wäre auch kein schlechter Fang, aber der war mindestens 67 Jahre alt und auch schon ein wenig klapprig. Was würde ihre beste Freundin Babette dazu sagen? Dann schon lieber Loisl. Sie drehte sich um und sah Hongard, der immer noch im Türrahmen stand. Sie gab ihm einen Schubs und meinte… |
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| … Hongard Hurtig betrat den Raum. Hongard ist nur 1,66 m groß, aber flink wie ein Wiesel. Er ist der Sohn vom Bauer Spätzünder, der hier im Umkreis die größten Rhabarberfelder besitzt. Jedes Jahr gibt es ein Rhabarberfest, an dem am Ende des Abends die „Rhabarbermama des Jahres“ gekürt wird. Hongard verkauft auf dem Markt zweimal die Woche Rhabarberblätter an große stattliche Herren. Aber von dem Geld kann er nicht leben. So hat er noch einen Minijob. Er überbringt persönliche SMS-Nachrichten. Seine Kundschaft, sein Klientel sind Menschen, die handylos durch die Gegend irren und denen die Spucke für die letzte Briefmarke fehlt. Hier hat Hongard auf das große A gesetzt und das Geschäft läuft wie gesimst. Hongard sah Consuela, die immer noch nach Matze schrie, und rief: „Consuela, ich habe ein paar Buchstaben für Dich! Der Medizinmann Hagen fragt heut an, ob er Dich mal treffen kann. Er hat wohl mit Francois gebrochen, dafür mit dessen Frau gesprochen!“ Consuela, kreidebleich gerade geworden, hielt inne. Sie schaute auf ihren großen Zeh, der unkontrolliert zuckte und sie sagte ganz behutsam: … |
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„Gääänsekeule, es soll doch Gänsekeule geben und nicht Büchsengulasch!
Was ist eigentlich hier los? Macht nun ein Jeder was er will? Sind wir etwa pleite?“ Sie schmiss mit dem Topfdeckel nach der schwitzenden Brigitte, die gerade dabei war das Gulasch mit 2 Litern Wasser zu strecken. Consuela rannte wie vom Teufel gejagt die Treppe rauf, blitzschnell in die Bibliothek und warf mit einem Wisch die 37bändige Lexikasammlung aus dem Regal und suchte nach der Kassette mit den Wertpapieren, den Sparbüchern, dem Schmuck von Großmutter Sommerfeld und dem Bargeld. Wo war die Kassette? Immer stand sie da…IMMER! Schon als Kind hatte sie zweimal wöchentlich ihren Kinderstuhl an die Schätze gerückt und gewusst, das ist ihre Zukunft! Consuela sank auf dem Boden zusammen und mit ihr all ihre Träume. Plötzlich sprang sie auf, lief zum Fenster und rief in die Dunkelheit: „Maaaatze, Matzeee…“ Da ging die schwere Bibliothekstür auf und… |
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| … dass es noch nicht aller Tage Abend war. Sie erinnerte sich, als sie sich in ihrem großen goldenen Spiegel betrachtete, dass Brigitte fürs nächste Wochenendessen Gänsekeule mit Rotkohl und Klößen geplant hat. Jetzt kam Consuela ins Wanken. Sie öffnete ihr Fenster und rief: „Hey, Matze … es dauert noch ein paar Tage, bis Du mich im Handwagen in den Hafen der Ehe fahren kannst! Was nützt mir ein silberner Löffel, wenn er in einer Tütensuppe rührt?“ Matze erwiderte ganz aufgebracht: „Consuela, du verwöhntes Biest, selbst eine Tütensuppe kann man mit nem Schuss Brandy verfeinern! Dann bleib doch, Du blöde Kuh, ich lass meine Tür ab heute für Dich für immer zu!“ Consuela warf ihre Lacktasche in die Ecke, steckte ihre Strapse wieder zwischen die Socken, rief ihre Freundin Babette an und informierte über die geplatzte Hochzeit und lief sofort hinunter in die Küche zu Brigitte. Die schwere Küchentür klemmt wie immer die ersten zwei Meter. Consuela konnte Brigitte kaum erkennen, so brodelte es am Herd. Die Küche ähnelte eher einer Sauna und Brigitte hatte sich ihr Stirnband schon angelegt. Consuela hob ungeniert den Deckel des größten Topfes an. Hysterisch schrie sie: … |
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„und denke nicht, das du den Matze nimmst, mich zum nächsten Weihnachtsessen einlädst und ich mit dem Silberbesteck esse…NIEMALS! Silber an meinen Amalganimplantate ist ja wie quietschiges kratzen an der Schultafel von Lehrer Lömpel. Nää…da, mach ich nicht mit!
„Tzzzz“ zischte Consuela, „bekommt ihr mal euer Leben in den Griff, da habt ihr zu tun wie in der Ernte!“ Gunilla´s Augen blitzten auf, sie erhob ihre Hand und es klatschte! „Freche Göre“ schrie sie ihre Tochter an. Dieser schossen die Tränen in die Augen und sie brüllte: “Das war zu viel! Die Mutter ´ne Schlägerbraut und der Vater ein Dussel! Ich zieh aus!“´ Sie rannte in Ihr Zimmer, nahm ihre lila Lacktasche, schmiss mit schnellen Handgriffen ein paar Designerstücke hinein, griff noch nach dem dreiarmigen Kerzenleuchter aus Silber und wollte verschwinden. Unten wartete Matze Müller auf sie. Er hatte den Handwagen dabei und wollte die blaublütige Braut auf seine Almhütte fahren. Als Consuela aus dem Zimmer rennen wollte, stellte sie fest… |
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„Gunilla, liebste Gunilla … sei nicht traurig, dass Du nicht das Marzipanschloss gewonnen hast. Brigitte, die Dicke, wird schon sehen, was sie davon hat. Und ich bin auch nicht sauer, dass Du mit dem Ortsbürgermeister die Hecke ruiniert hast. Odalinde ist für Dich keine Konkurrenz. Sie wollte nur mein Geld … meine Socken hat sie bekommen. Ich will zu Dir, Gunilla, nur zu Dir!“ Der Graf wischte sich die Tränen aus den Augen, als Consuela an ihm vorbei hopste. „Na Vati, lässt Dich Mama nicht hinein?“ Guiseppe sah seiner Tochter streng ins Gesicht und schimpfte: „Such Du Dir einen Ehemann!“ Da konterte Consuela sofort: „Hab ich schon, hab ich schon … ich habe Matze Müller einen Antrag gemacht. Der hat von seiner Oma einen uralten Besteckkasten geerbt. Die Löffel liegen so schön auf der Zunge!“
Das letzte Wort hatte Consuela noch nicht ausgesprochen, stand Gunilla mit ihrer Quarkmaske vor der Tür und wieherte: „Den Matze nimmst Du nicht … niemals! Der hat neulich Johns Frau Pamela, die Nussplätzchenbäckerin, auf einen Hefeteig gesetzt, damit sie geht!“ Und Guiseppe setzte noch einen dazu, indem er aufgeregt zufügte: ... |